Das KZ-Drama "Die Fälscher" des Österreichers Stefan Ruzowitzky war als einer von fünf Filmen für einen Auslands-Oscar nominiert, der gestern vergeben worden ist.Ein ko(s)misches Ereignis, das den nach eigenen Worten talentierten österreichischen Filmschaffenden, an denen in Wien und dem Rest des Berg- und Donaulandes kein Mangel herrscht, den Weg ins große Filmgeschäft ebnen könnte.
Zu den Darstellern des preisgekrönten Films zählen die Deutschen August Diehl und Devid Striesow. Und überhaupt wurde in dem Film auch hochdeutsch gesprochen - offensichtlich ein Zeichen für Qualität, das unsere südlichen Nachbarn für sich entdecken konnten. Bereits im vergangenen Jahr war bekanntlich die Auszeichnung für den besten fremdsprachigen Film an eine deutschsprachige Produktion gegangen - das Drama "Das Leben der anderen".
Auch Hollywood hat Österreich als Filmkulisse inzwischen entdeckt. Erst vor wenigen Tagen wurde der Dreh auf der Bregenzer Seebühne von der Bond-Produktionsfirma offiziell fixiert und der Vertrag mit den Bregenzer Festspielen unterzeichnet. Der neue Streifen mit dem den Ösis gewidmeten Titel „Quantum of Solace“ (Ein Quäntchen Trost) wird eine Szene enthalten, in der Daniel Craig eine Opernaufführung von Tosca auf der Seebühne besucht. Vielleicht wird die Szene nicht einmal weggeschnitten.
Man sieht es wieder einmal: Es mangelt nicht an Talent und Können. Man muss nur lange genug hinsehen, und alles wird gut.
Ich sehne mich nach wilden Küssen,
Nach wollustheißen Fieberschauern;
Ich will die Nacht am hellen Tag
Nicht schon in banger Qual durchtrauern.
Noch schlägt mein Herz mit raschem Drang,
Noch brennt die Wang' in Jugendgluten -
Steh' still, lösch' aus mit einem Mal!
Nur nicht so tropfenweis verbluten.
Ich nehm deine Katze und schüttel sie aus
Bis alles herausfällt
Was sie jemals aus meiner Hand frass
Später klopf ich noch den Teppich aus
Und find ich ein Haar von mir darin
Dann steck ich es einfach ein
Nichts soll dir böse Erinnerung sein
Verraten, was ich dir gewesen bin
Sag nicht, dass das gar nicht nötig wär
Denn schmerzhaft wird es erst hinterher
Wenn wieder hochkommt, was früher mal war
Dann lieber so rein und so dumm sein wie weisses Papier
Auch werd ich in Zukunft ein anderer sein
Als der, den du in mir sahst
Die Hose, die Du mir gehäkelt hast
Werf ich in den Container der Heilsarmee rein
Ich ess auf dem Fussboden aus der Hand
Seh mir jeden Trickfilm im Fernsehen an
Alles was Du nicht magst, lobe ich mir
Ich werd einfach so rein und so dumm sein wie weisses Papier
Nicht mal das Meer darf ich wiedersehen
Wo der Wind deine Haare vermisst
Wo jede Welle ein Seufzer
Und jedes Sandkorn ein Blick von dir ist
Am liebsten wär ich ein Astronaut
Und flöge auf Sterne wo gar nichts vertraut
Und versaut ist durch eine Berührung von dir
Ich werd nie mehr so rein und so dumm sein wie weisses Papier
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!